Ein schöner Stiefel
 
„ Au. Au. Au. Tut das weh." hört man laut ein Mädchen schreien. „Das kann nur meine Laura sein." denkt sich Frau Krause und läuft sofort auf die Straße hinaus. Da sieht sie die Kleine auch schon liegen. Laura ist mit ihrem Fahrrad hingefallen. Sie weint und hält sich das rechte Bein. „oh je. Hoffentlich ist es nicht gebrochen. Wir fahren gleich ins Krankenhaus zum Notarzt, denn der Kinderarzt hat schon zu." Sagt Frau Krause. Ehe sich Laura so richtig besinnen kann hat sie die Mama auch schon auf dem Arm. Frau Krause setzt Laura in ihren Kindersitz und ab geht die Fahrt. Das Bein schmerzt wirklich sehr deswegen muss Laura auch immer wieder weinen. Ihre Mama beruhigt sie dann und verspricht ihr das bald alles wieder gut ist.
Auf einmal fällt Laura etwas ein. Und voller Entsetzen sagt sie „Ich bleibe aber nicht allein im Krankenhaus. Schon gar nicht über Nacht.
Endlich sind sie da. Sie dürfen mit dem Auto direkt bis vor die große Eingangstür fahren. Frau Krause nimmt Laura dann wieder auf den Arm und trägt sie in die Notaufnahme. Dort kommt ihnen auch gleich eine Krankenschwester entgegen.
„ Was fehlt den der Kleinen?" fragt die Frau. „Mein Bein tut ganz weh. Aber es ist bestimmt nicht gebrochen und ich muss auch nicht über Nacht hier bleiben." Antwortet Laura ein wenig voreilig. Die Krankenschwester lächelt sie freundlich an und meint dann „Also ich glaube wir warten lieber ab, was der Onkel Doktor sagt."
Nach ein paar Minuten im Warteraum hören sie die Durchsage aus dem Lautsprecher „Laura Krause bitte in Zimmer 3."
Im Behandlungsraum wartet schon ein Kinderarzt. „Guten Abend Laura ich bin Doktor Lustig. Na, wo tut es denn weh?" Laura zeigt auf ihr rechtes Bein und sagt „Hier. Aber es ist gar nicht so schlimm. Ich möchte nämlich zu hause schlafen." „Ach so." sagt Doktor Lustig und muss lächeln. „Aber zu erst müssen wir noch ein ganz tolles Bild von deinem Bein machen."
Laura wird nun in einem Rollstuhl durch das Krankenhaus in den Röntgenraum gefahren. In dem steht eine große Maschine und eine Liege. So richtig geheuer ist Laura die Sache nicht vor allem als auch noch die Mama hinaus geschickt wird. Laura bekommt eine schwere Schürze um. „Die fühlt sich an als ob da Blei drin wäre." meint sie. Die Krankenschwester lächelt und sagt „Das stimmt. Da ist Blei drin." Laura staunt. Dann geht alles sehr schnell. Lauras Mama bekommt einen Umschlag und sie fahren mit dem Rollstuhl Zurück in den Behandlungsraum. Dort wartet schon Doktor Lustig.
„ Sieh mal Laura hier sind die Bilder von deinem Bein."
„ Aber ihr habt ja nur die Knochen fotografiert." Protestiert Laura. „Ja" sagt Docktor Lustig. „So können wir genau sehen wenn ein Knochen gebrochen ist und wenn nicht. Na ja und bei dir ist leider der Mittelfußknochen angebrochen." „Muss ich nun doch über Nacht hier bleiben?" fragt Laura traurig. „Nein" sagt der Doktor. „Du bekommst nur noch einen schicken Stiefel aus Gips. Und in ein paar Wochen kannst Du auch wieder auf deinem Fahrrad fahren."
„ Meinen Gips lasse ich mir ganz bunt bemalen." meint Laura als der Doktor ihr den Gipsverband anlegt. Dann verabschiedet sich Doktor Lustig von Frau Krause und seiner kleinen Patientin. Die ist von der Aufregung ganz schön müde geworden und möchte nichts sehnlichster als wieder nach hause zu fahren.
Zu hause angekommen sagt sie „Aber Morgen zeige ich allen meinen schönen Stiefel."