Eine Reise nach Ägypten .

Der Flug.


Kathrin ist aus dem Häuschen, denn Heute ist es nun endlich soweit. Kathrin und Ihre Eltern machen eine Urlaubsreise nach Ägypten. Sie werden mit dem Flugzeug fliegen. Das ist alles sehr aufregend, denn Kathrin ist noch nie zuvor geflogen. Auf dem Flughafen sieht sie begeistert zu wie die Flugzeuge starten und landen. Dann dürfen Kathrin und Ihre Eltern endlich einsteigen. „Das Flugzeug ist ja viel größer als ich es mir vorgestellt habe." ruft Kathrin gleich als sie drin sind und "Darf ich am Fenster sitzen? Bitte! Bitte!" Dann kommt die Durchsage, dass sich alle Passagiere anschnallen sollen, weil das Flugzeug gleich startet. Beim Start wird es Kathrin ein wenig flau im Bauch, ungefähr so wie im Riesenrad. Aber das legt sich gleich wieder als das Flugzeug seine Flughöhe erreicht hat und ruhig dahin gleitet. Aus dem Fenster sieht Kathrin die vorbeiziehenden Wolken. „Schau mal Papi!" sagt sie "Die Wolken sind so nah, dass man sie beinahe berühren kann." Papi schaut nur ganz flüchtig hin und dann gleich wieder weg. Irgendwie sieht er auch gar nicht gut aus. So als würde Ihm das Fliegen gar keinen Spaß machen. Da fragt Kathrin "Du, Papi. Sag mal. Hast Du Angst vorm Fliegen?" "NNeeiinn!!" antwortet der Papi "Ich doch nicht." Aber das kann Kathrin gar nicht so recht glauben, denn er sieht wirklich ein bisschen ängstlich aus. Später gibt es sogar etwas zu essen. "Habt Ihr hier im Flugzeug etwa eine Küche?" fragt Kathrin die Stewardess. "Ja natürlich. Möchtest du sie einmal sehen?" sagt die Dame ganz freundlich und Kathrin ist auch schon auf dem Weg. Natürlich ist die Küche in dem Flugzeug viel kleiner als bei Kathrin zu hause und es gibt auch keinen Herd. Das Essen wird nämlich schon fertig an Bord gebracht und die Stewardessen müssen es nur noch erwärmen. Als sich Kathrin alles angesehen hat fragt die freundliche Dame "Sag mal Kathrin, würdest Du gern einmal dem Pilot beim Fliegen zusehen?" Das verschlagt Kathrin fast die Sprache. "Ich darf ins Cockpit?" fragt sie noch einmal ungläubig nach. "Ja komm mit. Ich bringe dich hin." antwortet die Stewardess und Beide laufen im Flugzeug bis ganz nach vorn. Also das hätte sich Kathrin wirklich nicht träumen lassen. Sie steht hinter den Piloten und darf zusehen wie sie das Flugzeug steuern. Kathrin sagt "Oh je. Bei den vielen Schaltern, Knöpfen und Lämpchen würde ich total durcheinander kommen." Die Piloten lächeln sie freundlich an. "So." sagt der Flugkapitän. "Ich muss das junge Fräulein jetzt bitten sich wieder auf ihren Platz zu setzen. Wir werden in wenigen Minuten landen." Die Stewardess bringt Kathrin wieder zu ihren Eltern. "Na, hat es Dir gefallen?" fragt die Mami und Kathrin antwortet "Ja. Stellt euch vor. Ich durfte ins Cockpit." Da kommt auch schon die Durchsage, das sich alle Passagiere anschnallen sollen, weil das Flugzeug gleich landet. "Toll." denkt Kathrin "Das ist noch mal wie Riesenrad fahren." Jetzt sieht Papi noch ängstlicher aus als vorhin. Das Flugzeug landet in Kairo. Sie bedankt sich noch bei der netten Stewardess dafür das sie Ihr alles so schön gezeigt hat. Nun steigt Kathrin mit ihren Eltern aus der Maschine. „Jetzt holen wir noch unser Gepäck und dann fahren wir ins Hotel." sagt Mami. Als sie dann bepackt mit Taschen und Koffern aus dem Flughafen laufen sieht Kathrin ihren Papi ein wenig grimmig an und sagt zu ihm "Und Du hast doch Angst vorm Fliegen."


Der Basar.


" Heute wollen wir auf einen Basar gehen." sagt Papa. "Was ist ein Basar?" fragt Kathrin gleich darauf. "Ein Basar ist ein großer Markt, da gibt es alle nur erdenklichen Dinge zu kaufen. Du wirst schon sehen."
Als sie da sind ist Kathrin begeistert. Sie weiß gar nicht wo sie zuerst hinsehen soll. Außerdem sind da auch noch die vielen merkwürdigen Gerüche, die von den unterschiedlichen Speisen und Gewürzen kommen. Alles ist hier so fremd und es kommt Kathrin vor, als wäre sie in einem Märchen aus "Tausend und einer Nacht".
Sie sehen sich überall um, bis sie zu einem Tierhändler kommen.
" Da steht ein Kamel!" ruft Kathrin staunend. "Ich bin aber kein Kamel. Ich bin ein Dromedar." sagt das Tier und sieht Kathrin ein wenig beleidigt an. "Aber Du siehst aus wie ein Kamel." erwidert Kathrin. "Oh nein. Sieh mich doch einmal richtig an. Ich habe auf meinem Rücken nur einen Höcker. Kamele haben zwei. Daran kannst Du uns immer unterscheiden." Kathrin entschuldigt sich bei dem Dromedar, das übrigens auf den merkwürdigen Namen Hatschi hört, und sagt zu Ihm "Und die Höcker brauch Ihr wohl, damit die Menschen nicht runter fallen, wenn sie auf euch reiten?" Hatschi fängt nun an furchtbar zu lachen. Und er hat so eine komisch Lache, das Kathrin gleich mitlachen muss. "Nein." pustet er immer noch atemlos. "In den Höckern können Kamele und Dromedare viel Flüssigkeit speichern. Bei weiten Wanderungen durch die Wüste kommen wir deshalb sehr lange ohne Wasser aus. Wegen dieser Fähigkeit nennen uns manche Menschen WÜSTENSCHIFFE."
" Hahaha." lacht Kathrin schon wieder los. "Hatschi das Wüstenschiff! Du bist wirklich zu komisch. Danke, das Du alles so schön erklärt hast. Ich muss jetzt weiter, vielleicht sehen wir uns ja noch ein mal wieder." Hatschi winkt Kathrin noch nach, bis sie mit ihren Eltern hinter der nächsten Ecke des Basars verschwunden ist.
Kathrin entdeckt noch viele wunderbare Sachen auf dem Basar. Als am Abend wieder alle im Hotel sind fragt sie noch neugierig "Und was machen wir Morgen?" "Morgen sehen wir uns die alten Pyramiden an." antwortet die Mami. Kathrin legt sich nun schlafen, denn vom vielen laufen auf dem Basar ist sie sehr müde geworden.